
Freilichttheater
Aus dem Leben von
Ein aussergewöhnliches Theaterprojekt erwacht zum Leben: Zum 150. Geburtstag von Carl Albert Loosli hat der Autor Ueli Blum ein bewegendes Stück geschrieben über den «Bümplizer Philosophen». Er war Anstaltskind, Schriftsteller, Journalist, Bohemien, Satiriker, Visionär, Kämpfer für die Menschenrechte – ein Störenfried.
Das Stück ist von grosser Aktualität: In Zeiten von Fake News und Geschichtsrevisionismus zeigt es einen Menschen, der durch hartnäckige Dokumentation und persönliche Zeugenschaft gegen das organisierte Vergessen kämpft. Looslis Botschaft – dass auch scheinbar Machtlose durch Zivilcourage Geschichte verändern können – ist heute dringender denn je.
«Theater ist ein Fest!» sagt die Regisseurin Liliana Heimberg.
Gemeinsam erleben wir mit Freude, Herzblut und Professionalität einen unvergesslichen Sommer mit einem grossen Theaterfest in Bümpliz.

Der Jubilar
Carl Albert Loosli
Carl Albert Loosli kam 1877 als uneheliches Kind in Schüpfen (BE) zur Welt. Dort verbrachte er bei einer Pflegemutter seine ersten zwölf Jahre. Nach deren Tod erlebte und überlebte er bis zu seiner Volljährigkeit mehrere Anstalten in der welschen und der deutschen Schweiz, insbesondere die Zwangserziehungsanstalt von Trachselwald.
1904 zog er mit seiner jungen Frau nach Bümpliz. Er machte sich als Journalist und freier Schriftsteller einen Namen, schrieb vorerst vor allem Satiren, Kurzgeschichten und Essays engagierte sich später im Kampf gegen Anstalten, gegen das Verdingkinderwesen und für ein humanes Jugendrecht.
Der «Philosoph von Bümpliz» setzte sich für die Künstler seiner Zeit ein und war einer der ersten, der vor den Gefahren des Antisemitismus und des Nazitums warnte. Sein kämpferisches und unbeugsames Wesen und seine der Menschlichkeit verpflichtete Zivilcourage machten ihn bei vielen Zeitgenossen und Behördenmitgliedern nicht eben beliebt. Er starb 1959 in Bern-Bümpliz.
Erwin Marti
Carl-Albert-Loosli-Gesellschaft

Der Autor
Ueli Blum
Ueli Blum ist aufgewachsen in Luzern und heute wohnhaft mit seiner Frau, Franziska Senn, und den zwei Kindern in Bätterkinden im Kanton Bern. Er ist Gründungsmitglied von NiNA Theater und als freischaffender Theaterautor, Regisseur und Dramaturg tätig. Nach seiner Ausbildung zum Primarlehrer besuchte er die Schauspielakademie in Zürich. Seit 1986 arbeitet er an verschiedenen Theatern wie Stadttheater Luzern, Landestheater Wilhelmshaven, Theater Basel, Vorstadttheater Basel, Claque in Baden, KITZ, zamt&zunder, Junges Theater Zürich, usw.
Neben seiner Bühnentätigkeit wirkte er auch beim Film und für das Fernsehen. Seine Stücke sind verlegt bei Hartmann Stauffacher in Köln, Felix Bloch Erben in Berlin und dem Theaterstückverlag in München. Mit den Theatergesellschaften Stans, Willisau und Sarnen, sowie bei den Luzerner Spielleuten und den Schaffhauser Sommerspielen gestaltete er herausragende Laieninszenierungen. Mehrmals hat Ueli Blum beim Landschaftstheater Ballenberg inszeniert, zuletzt im Sommer 2025. Er schrieb zudem die Musik für verschiedene Theaterproduktionen und spielt Akkordeon und Gitarre in mehreren Formationen.

Die Mitwirkenden
Unser Team
Unter der Regie von Liliana Heimberg bringen rund 40 LaiendarstellerInnen aus der Region, im Alter von 8 bis 80 Jahren, Teile aus dieser spannenden Lebensgeschichte auf die Bühne. Begleitet wird die Aufführung durch die Live-Musik des Akkordeonisten Dejan Skundrić.
Ein engagiertes Backstage-Team ist essenziell für unsere Produktion und wir freuen uns, dass wir auf rund 50 Mitwirkende zählen dürfen.
Autor: Ueli Blum
Regie: Liliana Heimberg
Produktionsleitung: Annemarie Morgenegg / Markus Morgenegg
Musikalische Begleitung: Dejan Skundrić
DAS PRODUKTIONSTEAM
Autor Ueli Blum, Bätterkinden
Regie/Künstlerische Leitung Liliana Heimberg, Zürich
Produktionsleitung Markus Morgenegg, Bümpliz
Produktionsleitung/Sponsoring/Medien Annemarie Morgenegg, Bümpliz
Finanzen Rosette Bürgi, Bümpliz
Leitung Infrastruktur Martin Camenzind, Ittigen
Choreografie Gisa Frank, Rehetobel
Kostümbild Eva Butzkies, Basel
Bühnenbild/Szenerie Andreas Stettler, Thun
Bühnenmusik/Akkordeon Dejan Škundrić, Spreitenbach
Komposition Jean-François Michel, Fribourg
Assistenz Regie Laura Tramanzoli, Grossaffoltern
Assistenz Kostüm Verena Ledergerber, Ittigen
Lichtkonzept Martin Brun, Luzern
Grafik/Visueller Auftritt Judith Rüegger, loveju.ch, Bümpliz
Fotografie Michael Arn, foto-arn.ch, Bümpliz
Website Tomas Sanchez, giessform.com, Bern

Der Spielort
Neues Schloss Bümpliz
Um 900 n. Chr. liess der burgundische König Rudolf II. den Königshof von Bümpliz bauen. Seine sagenumworbene Witwe, Königin Bertha, besuchte vermutlich verschiedene Male mit ihrem Hofstaat dieses Verwaltungsgut, das von einem Wassergraben und einer hölzernen Wehranlage umgeben war. 1742 erbaute Daniel Tschiffeli das Neue Schloss. Dieses erlebte eine wechselvolle Geschichte. Nach dem Untergang des Patriziats im Jahre 1798 verlor es seinen Status als Herrschaftshaus. 1839 wurde in den Räumlichkeiten eine Nervenheilanstalt eingerichtet. 1849 bis 1882 betrieben die Gebrüder Allemann ein Internat für Knaben, die sogenannte Löffelschlyffi. 1900 erwarb der Drucker Albert Benteli das Schloss samt Umschwung. Carl Albert Loosli, als dessen Freund, ging dort während vieler Jahre ein und aus. 1977 kam das Schloss Bümpliz in den Besitz der Stadt Bern. Aktuell werden die Innenräume durch die Kantonspolizei Bern und als externes Trauungslokal des Zivilstandsamts Bern-Mittelland genutzt. Zum ersten Mal findet im Park hinter dem Neuen Schloss eine Freilichttheateraufführung statt. Die gesamte Anlage ist stimmungsvoll und die Fassade des Gebäudes bietet eine eindrückliche Kulisse. Der Spielort ist optimal mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. In der nahe gelegenen COOP-Einstellhalle stehen zudem genügend Parkplätze zur Verfügung.

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